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7Jun/110

E Wallet ist im Anmarsch

Wer demnächst bei Zaro`s einen Kaffe will, der braucht bloß sein Handy auspacken um zu bezahlen.Die Amerikanische Kette ist eine der ersten die auf das Bezahlsystem "Google Wallet" vorbereitet sind. Am Donnerstag stellte Google sein neues Bezahlsystem in New York vor.

"Es gibt interessante Anwendungen für NFC-Technik", bemerkte auch Charles Golvin, Angestellter beim Marktforscher Forrester Research. Bis die Netzanbieter sowie die Handy Hersteller sich auf ein Ökosystem für die neue Art des drahtlosen Datenaustausch haben, hatt es viel Zeit benötigt."Nun sieht es so aus als würden die Hüllen fallen", laut Golvin. Allein bis zum Ende diesen Jahres wird es laut Aussage der Forrester Research schon über 50 Millionen verkaufte Smartphones mit den neuen Near Field Communication Chips geben. Tendenz: stark steigend. "Ende 2012 wird es kaum noch ein Mobiltelephon geben, das ohne NFC-Technologie Erscheint". lautet die Prognose Golvin`s.

Jeder will ein Stück vom Kuchen

Dienstleister, Banken und Telekomkonzerne treffen alle nötigen Vorbereitungen um direkt einzusteigen und mitzuverdienen wenn Millionen von Menschen damit anfangen Via Mobiltelefon einzukaufen. Bei dem Kampf um die Kunden wird auch mit harten Bandagen gekämpft. Google hatt bereits eine Klage am Hals. Zwei Beschäftigte die bei Google Wallet eine leitende Position haben, haben vorher bei Paypal gearbeitet die gleichfalls an einem Zahlungssystem via Mobiltelefone arbeiten. Die Anklage lautet: Geheimnissverrat. Es geht hierbei auch um eine Menge Geld. Allein in den Staaten wurden im letzten Jahr 3700 Milliarden Dollar mit Geldkarte bezahlt, was den Kreditkartenunternehmen schätzungsweise 50 Mrd. $ an Einkünften durch Gebühren einbrachte. Damit das in Zukunft auch so bleibt, bereitet sich jeder Konzern mit ihren Kollegen auf den Wechsel zum Smartphone-Geldbeutel vor. Google`s Partner sind z.b Mastercard sowie Citibank und andere Finanzdienstleister. Gebühren interresieren Google dabei überhaupt nicht, Google Wallet wird den Benutzern umsonst suggeriert, an Beitragszahlungen ist das Unternehmen nicht im geringsten interresiert, es geht hierbei um etwas ganz anderes.

Google und die Macht über die Daten

"Jeder Einkauf hatt viele Informationen"so Golvin das fängt bei der Option des Ladens an und hört bei der Markenwahl auf (Etnies oder DC?) bis hin zu den Informationen was wann wo eingekauft wurde. Um resultierend aus diesen Angaben neue Sonderangebote vorzuschlagen oder ein detailreicheres Interessenprofil des Kunden zu produzieren. "Das sind Angaben, auf die Google scharf ist" laut Golvin "denn daraus besteht das Hauptgeschäft des Unternehmen". Im vorigen Jahr verdiente Google 30 Milliarden Dollar, primär mit Hilfe von Werbung . In Zukunft wird Google das Geschäftsgebiet nachrüsten wie es auch Groupon zb. getan hatt. Dies soll über Schnäppchen via Email geschehen, Google Offers nennt sich der neue Service den Google auch am Donnerstag präsentierte. Ein Probelauf wird zu Beginn in Portland Oregon gestartet. Mehr als 20.000 US Händler sind schon Partner von Google geworden, ihnen wurde ein "stark kontextbezogener" Service versprochen. im Klartext: Daher das Google weiß wo sich die Android Handys befinden, können aktuelle Schnäppchen verschickt werden. Die verschiedenen Interessen der Anwender weiß die Suchmaschine in der Regel schon dank anderer Serviceleistungen, die die Benutzer täglich gebrauchen. "Das oberste Ziel bei Anzeigen ist stets, Werbung direkt mit dem Kauf eines Artikel zu verbinden" erklärt Recon-Analyst Roger Entner. "Aus der Kombination des Smartphone-Portmonnaies und den Sonderangeboten "kommt Google diesem Ziel eindeutig näher"

Verbinde die Daten um den Kreis zu schliessen!

Google sagt dass sie Null Unterlagen über die Waren bekommt die per Google Wallet bezahlt werden, aber allein schon Ort und Zeit des Geschehens können viel über den Anwender preisgeben. "Google weiß ihren Namen "so Entner" und ist in der Lage ihre Vorlieben beim Einkaufen mit weiteren Informationen zu verknüpfen." Auf die Dauer kann man die unterschiedlichen Informationen seitens Google und verschiedenen anderen Google Diensten kombinieren und auf diese Weise kann ein gläserner Kunde gemacht werden, befürchtet der Telekomexperte."Dies ist wieder ein Schritt in Richtung Verlust der Privatsphäre", so Entner. "Wer in der Zukunft Google Wallet, Google Target und weitere Dienste benutzt, sollte sich bewusst sein" Man geht ein Handel ein - der Preis für das Sonderangebot sind Einsichten in das private Leben.

Welche Vorteile hatt der Nutzer nun davon ?

Marktbeobachter sind sich einig, dass Google in Zukunft jede Menge Rivalität bekommen wird. Microsoft hatt sich zb mit Nokia zussamengeschlossen die schon seit geraumer Zeit an der Near Field Communication-Technik arbeiten. Über Apple kursieren auch schon diverse Gerüchte. Als größter Kontrahent, hatt Apple schon über 200 Millionen Kundendaten dank Apple-Store gesammelt. Die Organisation einer eigenen Werbeplattform läuft schon.Wenn man Gerüchten glauben schenken darf, hatt das neue Iphone ebenfalls Near Field Communication-Chips eingebaut. "Das war nur der Anfang in einem Kampf um Kunden, der Jahrelang anhalten wird", lautet die Behauptung des Forrester-Analyst Charles Golvin mit Sicht auf die Inbetriebnahme von Google Wallet. Seiner Ansicht nach wird das neue System aber ausschließlich dann Erfolg haben, wenn es dem Kunden eindeutige Vorteile gegenüber dem übliche Portemonnaie bringt. "Wenn Sachen wie Treuepunkte-Sammeln, Rabatte, Bezahlung und Quittung mit einem kurzen Handy-Wedeln erledigt werden können" sagt Golvin. "dann offenbart sich auch dem Kunden, wo der Nutzen liegt."

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